THEORIE

    Die geplanten Experimente im Emerging Mind Projekt sollen wissenschaftlich begründet sein.

    Eine philosophische Reflexion (siehe Menüpunkt PHILOSOPHIE) kann zwar die großen Koordinaten für eine Fragestellung liefern, kann Kontexte eingrenzen, kann Bewertungskriterium nennen, es ist aber nicht ihre Aufgabe, konkrete Prozesse auszuarbeiten und umzusetzen, die dann möglicherweise die 'Machbarkeit' einer Überlegung demonstrieren.

    Zu diesem Zwecke werden konkrete formale Modelle bzw. Theorien formuliert, die im Einklang mit den einzelwissenschaftlichen Erkenntnissen Zusammenhänge und Prozesse definieren, die sich überprüfen lassen.

    Eine Theorie ist formal explizit, besitzt eine transparente Logik, erlaubt formal begründete Erwartungen, und lässt sich durch konkrete Experimente überprüfen.

    Je nach Komplexität des zu untersuchenden Prozesses kann mehr als eine einzelwissenschaftliche Disziplin in solch eine Theoriebildung eingehen.


    KONTEXT DER THEORIE

    Wie schon im Abschnitt Philosophie angedeutet wurde, soll im Rahmen des Emerging Mind Projektes die Theorie im Kontext der gesamten Wissenschaft gesehen werden, und dies nochmals eingebettet in eine philosophische Reflexion, die übergreifend nach Voraussetzungen und Zusammenhängen fragt.

    Das Diagramm zeigt eine Skizze des Open Science Prozesses, der hier vorausgesetzt wird. Ausgangspunkt ist die Öffentlichkeit mit ihren aktuellen Fragestellungen. Hier speziell Fragen nach der Zukunft des Mensch-Maschine Verhältnisses: wird es den Menschen in der Zukunft noch geben? Wenn ja: Wie? Wieweit können wir heute darauf Einfluß nehmen?


    Es ist Aufgabe der philosophischen Reflexion, diese  Fragen in ein konstruktives Gespräch mit den Wissenschaften zu überführen.


    AUFGABENSTELLUNG

    Aktuelle Gesellschaft als Produkt der Evolution. Digitalisierung als evolutionärer Umbruch
    Aktuelle Gesellschaft als Produkt der Evolution. Digitalisierung als evolutionärer Umbruch
    Im Rahmen des allgemeinen Lernens der Schwerpunkt auf Lernen von Sprachen. Speziell unterstützt mit softwarebasierten kollaborativen Umgebungen. In Symbiose mit intelligenten Maschinen.
    Im Rahmen des allgemeinen Lernens der Schwerpunkt auf Lernen von Sprachen. Speziell unterstützt mit softwarebasierten kollaborativen Umgebungen. In Symbiose mit intelligenten Maschinen.

     

    Das Emerging Mind Projekt versteht die stattfindende Digitalisierung als ein Moment der allgemeinen biologischen Evolution. Die zunehmende Durchdringung aller gesellschaflicher Bereiche ist vor diesem Hintergrund nicht zufällig.

     

    Ein zentraler Bereich der Population des homo sapiens ist das kontinuierliche Lernen. Dies kann durch intelligente Machinen und durch softwaregestüze kollaborative Umgebungen unterstützt werden.  Eine offene Frage ist, ob es für den homo sapiens selbst in dieser Entwicklung eine reale Zukunft gibt oder ob sich die Rolle des homo sapiens in der Zukunft auflösen wird. Entgegen der naiven Singularitätshypothese gibt es Indizien, die für eine neue Art von möglicher Symbiose sprechen. Allerdings wird der homo sapiens der Zukunft -- sofern er Bestand haben wird -- dem homo sapiens der Gegenwart sehr wahrscheinlich kaum noch ähneln.


    Rahmentheorie nun als Buch

    Auf der Suche nach einem geeigneten Rahmen für die Theorie, der sowohl den theoretischen Anforderungen genügt wie auch einer ingenieurmäßigen Umsetzung, hat sich in den letzten Monaten ein Team zusammen gefunden (G. Doeben-Henisch (Frankfurt), L.Erasmus (Johannesburg), M.Tuncer (Frankfurt, Johannesburg), das bis 17.August 2017 ein Buch samt einigen begleitenden Artikeln erstellen wird. Unter dem Arbeitstitel 'Human Systems Integration within Systems Engineering' wird das Paradigma des modernen Systems Engineering als Bezugspunkt genommen. Aus der Perspektive des Managements von Systems Engineering Prozessen wird eine vollständige empirische Theorie dieser Prozesse für die Projektphasen 'Problemfeststellung' sowie 'Analyse' vorgelegt werden. Zugleich wird die Umsetzung der Theorie in allen Schritten geschildert, mit Beispielen unterlegt, und ein Software-Demonstrator zur Unterstützung der Arbeit vorgestellt werden.

    Die im Emerging-Mind Projekt angezielte Thematik der möglichen Entstehung eines Geistes ('mind') in einer Maschine kann in diesem ingenieurmäßigen Rahmen vollständig behandelt werden.


    Welche Software später in einer offiziellen Version tatsächlich benutzt werden wird, ist aktuell noch offen. Für die Entwicklungsphase benutzen wir weiterhin parallel sowohl scilab als auch opensimulator.


    EMP - Theorie (V0.02c) - Text

    Für die Details der EMP-Theorie wird es eine Reihe von zusätzlichen PDF-Texten geben, die dies erläutern. Es ist geplant, diese Texte später auch als eigenes Buch (bzw. eBook) zur Verfügung zu stellen.


    Hier ein erster Text zum allgemeinen Rahmen mit dem Titel EMP-Theorie V0.02c (Letzte Aktualisierung 7.Jan.2016)

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    EMP - Theorie, Fallstudie 1 (Version 0.08, 30.3.16)

    Ergänzend zum Artikel Emerging Mind Projekt - Theorie wird hier eine erste Fallstudie durchgespielt, um an einem überschaubaren Beispiel zu zeigen, wie sich die allgemeinen theoretischen Überlegungen
    in der Praxis auswirken. Anhand der Aufgabenstellung, die Namen von
    Objekten zu lernen (Englisch: naming game, so erstmalig von Luc Steels
    1996 benutzt), wird hier zunächst eine theoretische Beschreibung geliefert und dazu die Spezifikation des Verhaltensmodells, sowohl informell wie auch komplett formalisiert, bis hin zu einem Simulator.

    Anmerkung 1: Die angegebene Formalisierung bezieht sich auf Version 0.06 und wird nochmals neu bearbeitet werden.

    Anmerkung 2: Um der übergreifenden Idee Rechnung zu tragen, dass nach einer
    zukunftsfähigen Symbiose von biologischen und nicht-biologischen Systemen
    gesucht werden soll, wird das Verhaltensmodell nicht nur generell die
    Rollen Trainer und Schüler enthalten, sondern jede Rolle wird sowohl für
    biologische Systeme (= Menschen) wie auch für nicht-biologische Systeme
    (= Maschinen) ausgelegt werden. Damit können Menschen wie auch
    Maschinen sowohl als Trainer wie auch als Schüler auftreten. Abgezielt wird
    auf nicht-biologische Systeme (Maschinen), die zum ständigen Begleiter eines
    Menschen werden können, um ihm bei seinen Aufgaben zu helfen.


    EMP - Theorie, Fallstudie 2: Psychologisches Gedächtnismodell (Version 0.01)

    Ergänzend zum Artikel Emerging Mind Projekt - Theorie wird hier
    eine weitere Fallstudie durchgespielt, um an einem überschaubaren
    Beispiel zu zeigen, wie sich die allgemeinen theoretischen UÜberlegungen
    in der Praxis auswirken. Anhand der Aufgabenstellung aus der Fallstudie
    1 mit dem Erlernen von Objekten und deren Bezeichnungen
    wird in Fallstudie 2 durchgespielt, wie man Fallstudie 1 um ein einfaches
    psychologisches Gedächtnismodell erweitern könnte. Dies erfolgt
    zunächst mit einer theoretischen Beschreibung, dann mit einer
    Softwareversion mit scilab und schließlich eine Softwareversion mit
    der opensimulator Umgebung.


    Umorientierung bei der Software

     Aufgrund der entdeckten Grenzen in der LSL-Skriptsprache des opensimulators kam es im Spätsommer 2016 zu einem 'Stocken in der SW-Entwicklung'. Nach verschiedenen Recherchen wird aber jetzt die Arbeit mit dem opensimulator ab Ende November 2016 wieder aufgenommen, dieses Mal  in verschiednen Lehrveranstaltungen der FRSA-UAS, in denen der Schwerpunkt auf Mensch-Maschine Interaktion und Simulation allgemein liegt. Für die komplexeren Programme lernender Systeme prüfen wir zur Zeit verschiedene Szenarien, u.a. auch die Einbeziehung von öffentlichen Bibliotheken (tensorflow, open-ai,...). Der Nachteil der öffentlichen Bibliothekn ist, dass sie alle mit neuronalen Netzen arbeiten (für wichtige Fragestellungen nicht unbedingt optimal), und alle als Programmierschnittstelle normale Programmiersprachen benutzen (meistens Python). Für Programmierer sind solche Schnittstellen vertraut, aus theoretischer Sicht ist dies aber eher Steinzeit; es hemmt die theoretische Produktivität. Es wäre ein Leichtes, die Oberflächen zu verbessern, aber die Milliarden Dollar fliessen bislang alle in diese Prmitivtechnologie...