PHILOSOPHIE

    Generelle philosophische Perspektive

    Im Falle des 'Emerging Mind' Projektes dient die philosophische Reflexion dazu, die technischen Detailfragen – sei es zum biologischen, sei es zu einem künstlichen, Geist – sowohl historisch wie auch Disziplinen übergreifend einzuordnen.

    EINZELWISSENSCHAFTEN

    Wissenschaftliche Disziplinen definieren sich gewöhnlich über ein spezielles Interesse verknüpft mit charakteristischen Sprachen und Methoden. Dadurch lassen sie sich für gewöhnlich auch voneinander abgrenzen. Für alle Fragestellungen, die über solch eine Fachdisziplin hinausgehen, fehlt dann – normalerweise – das methodische Instrumentarium; weitergehende Fragen können gestellt werden, werden aber – in der Regel – als nicht eigentlich zur Disziplin gehörig gekennzeichnet.

    JENSEITS DER EINZELWISSENSCHAFTEN

    Da die Welt als solche den einzelnen wissenschaftlichen Disziplinen vorgelagert ist und aus sich heraus grundsätzlich 'mehr' bietet, als sich in einer einzelnen wissenschaftlichen Disziplin fassen lässt, benötigt ein volles, umfassendes Weltverständnis eine Denkform, die über die einzelwissenschaftlichen Perspektiven hinausgeht. Dazu gehören auch Fragestellungen, die nach den Voraussetzungen von Wissenschaft und Denken schlechthin fragen. Dies ist die Domäne der Philosophie.

    RISIKO UNVERMEIDBAR

    Eine philosophische Diskussion bewegt sich zwar beständig am Abgrund von Fehlern und Falschheit, sofern sie versucht, einzelwissenschaftliche Aspekte in ihre Reflexionen einzubeziehen, aber nur so lassen sich Voraussetzungen und Inhalte eines umfassenden Weltwissens angemessen annähern.

     

     


    EMERGENT LIFE ACADEMY (ELA)

    Die Kerntheorie des Emerging Mind Projektes ist eingebettet sowohl in  eine allgemeinere Reflexionshülle, wie sie die Philosophie liefert, aber auch in eine allgemeinere Hülle, wie sie eine moderne Entwicklungswissenschaft liefern sollte. Bislang gibt es solch eine allgemeine Entwicklunswissenschaft aber nicht. Es ist ein Nebenprojekt des Emerging Mind Projektes, solch eine allgemeinere Entwicklungswissenschaft zu definieren und anzuwenden. Treibende Kraft hier ist Manfred Fassler, unterstützt von Gerd Doeben-Henisch. Die Überlegungen und Arbeiten zu diesem Thema finden sich in dem eigenen Blog Emergent Life Academy.


    VORGESCHICHTE

    Das Emerging Mind Projekt hat eine lange und vielschichtige Vorgeschichte. Eine zentrale Rolle spielte (und spielt) hier sicher der Philosophie- und Wissenschaftsblog cognitiveagent.org von Gerd Doeben-Henisch. Hier wurden im Laufe von vielen Jahren grundsätzliche Fragen zur Rolle von Philosophie und Wissenschaft, zum Menschenbild angesichts der neueren Erkenntnisse der Wissenschaften, und insbesondere zum Phänomen der intelligenten Maschinen, aufgeworfen und diskutiert. Einige der älteren Beiträge, in denen die Frage nach einem expliziten Forschungsprojekt zur Entstehung eines künstlihen Geistes (Englisch meistens 'mind') gestellt wurden, waren z.B. die folgenden:

    Zu erwähnen vielleicht auch der Vortrag  am 19.Mai 2015 im Literaturhaus in Frankfurt im Rahmen der Veranstaltung 'PR-Slam & Ham':

    oder der Beitrag auf 'telepolis' mit dem Titel:

    Dazu aus der 'Sturm- und Drangzeit' des INM u.a.:

    Weitere Veröffentlichungen zum historischen Umfeld der Emerging Mind Idee, bei denen Gerd Doeben-Henisch beteiligt war, finden sich HIER.